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Erklärt

Digital-Signage-Software: CMS, Player und Auswahl

Was Digital-Signage-Software und ein CMS leisten, welche Player passen, worauf Sie bei der Auswahl achten und was im Betrieb oft unterschätzt wird.

Mountain landscape representing leadership perspective and vision
Geschrieben von
Atena Ladchartabi

Content-Autorin, trio.so

Veröffentlicht am
Geändert am

Digital-Signage-Software ist das Programm, mit dem Sie Inhalte auf Bildschirmen zentral planen und ausspielen, etwa Menüs, Werbung, Wegweiser oder interne Informationen. Ihr Kern ist das Content-Management-System (CMS): Dort laden Sie Bilder und Videos hoch, bauen Vorlagen, legen Zeitpläne fest und weisen Inhalte einzelnen Bildschirmen oder Gruppen zu. Auf jedem Bildschirm läuft ein Player, der die Inhalte abholt und auch ohne Verbindung weiterzeigt. Die meisten Produkte laufen heute in der Cloud und werden pro Bildschirm und Monat abgerechnet. Bei der Auswahl zählen vor allem unterstützte Player, Zeitplanung, Rechte, Offline-Betrieb und die Verwaltung der Geräte.

Wenn Sie Software für wenige Bildschirme oder ein ganzes Filialnetz suchen, finden Sie unten die Bestandteile, die Kriterien und die Punkte, die im Betrieb oft unterschätzt werden.

Was ist ein Digital Signage CMS?

Ein Digital Signage CMS ist die Oberfläche, über die Sie alle Bildschirme steuern. Statt mit einem USB-Stick von Filiale zu Filiale zu fahren, ändern Sie den Inhalt an einer Stelle, und er erscheint überall. Ein CMS für Websites eignet sich dafür meist nicht, weil Bildschirme Zeitpläne, Player-Verwaltung und Offline-Wiedergabe brauchen.

Die Bausteine

BausteinAufgabeBeispiele
CMSInhalte, Vorlagen, Zeitpläne und Rechte verwaltenWebbasierte Oberfläche
PlayerInhalte auf dem Bildschirm abspielenAndroid-Box, Windows-PC, Smart-TV mit eigener Plattform, Raspberry Pi
BildschirmInhalt anzeigenProfi-Display für Dauerbetrieb, Stele, Videowand
InhalteDas, was gezeigt wirdBilder, Videos, Webseiten, Datenfeeds wie Wetter oder Kennzahlen
NetzwerkVerbindung für UpdatesLAN, WLAN, Mobilfunk

Wofür wird Digital Signage eingesetzt?

  • Handel: Angebote und Preise, die sich je Filiale und Tageszeit ändern
  • Gastronomie: digitale Menüs, die Sie zentral anpassen
  • Unternehmen: Kennzahlen, interne Nachrichten und Sicherheitshinweise, auch in der Produktion
  • Empfang und Gebäude: Besucherbegrüßung, Wegweiser und Raumbelegung
  • Schulen und Hochschulen: Vertretungspläne und Hinweise
  • Arztpraxen und Behörden: Wartebereiche und Aufrufsysteme
  • Verkehr: Abfahrtszeiten und Störungsmeldungen

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

  • Unterstützte Player: Läuft die Software auf den Geräten, die Sie haben oder kaufen wollen?
  • Zeitplanung: Tageszeiten, Wochentage, Kampagnenzeiträume und Vorrang für Notfallmeldungen
  • Vorlagen: Können Filialen Inhalte ändern, ohne das Design zu zerstören?
  • Rechte: Wer darf was auf welchen Bildschirmen ändern, und gibt es eine Freigabe?
  • Offline-Betrieb: Was zeigt der Bildschirm, wenn das Netz ausfällt?
  • Überwachung: Meldet das System, wenn ein Bildschirm ausfällt, und gibt es Screenshots zur Kontrolle?
  • Anbindungen: Datenfeeds, Kassensysteme, Kalender, Power BI oder Instagram
  • Sicherheit und Datenschutz: Mehrfaktor-Anmeldung, Serverstandort, Vertrag zur Auftragsverarbeitung
  • Kosten: Preis pro Bildschirm, Mindestlaufzeit, Kosten für zusätzliche Funktionen

Cloud oder eigener Server

CloudEigener Server
EinstiegSchnell, ohne eigene TechnikAufwendiger
KostenLaufend pro BildschirmLizenz plus Betrieb
UpdatesÜbernimmt der AnbieterÜbernehmen Sie
Passt zuDen meisten UnternehmenAbgeschotteten Netzen, etwa in der Produktion

Welcher Player passt?

Smart-TVs mit eingebauter Signage-Plattform sparen ein Zusatzgerät, sind aber an die Plattform des Herstellers gebunden. Android-Boxen sind günstig und verbreitet. Windows-PCs bieten am meisten Leistung und laufen mit fast jeder Software. Tablets eignen sich für kleine Anzeigen wie Raumbelegung. Achten Sie unabhängig davon auf zwei Dinge: Der Player sollte nach einem Stromausfall selbstständig starten, und niemand sollte das Abspielprogramm verlassen können.

Was im Betrieb oft unterschätzt wird

  • Inhalte: Der Bildschirm ist schnell gekauft, die Pflege der Inhalte bleibt. Legen Sie fest, wer sie liefert. Ein Bildschirm mit der Aktion vom letzten Monat wirkt schlechter als gar keiner.
  • Lesbarkeit: Große Schrift, wenig Text, hoher Kontrast und einige Sekunden je Botschaft. Prüfen Sie Entwürfe am echten Bildschirm und aus der echten Entfernung.
  • Dauerbetrieb: Normale Fernseher sind nicht für viele Stunden am Tag gebaut. Prüfen Sie Garantiebedingungen und Helligkeit, vor allem im Schaufenster.
  • Sicherheit: Ein offener Player im öffentlichen Raum ist ein Einfallstor. Trennen Sie ihn vom Firmennetz, sichern Sie ihn ab und halten Sie ihn aktuell.
  • Rechte an Inhalten: Musik und Bilder brauchen eine Lizenz für die öffentliche Wiedergabe. Klären Sie bei Musik auch die GEMA.
  • Kameras: Sensoren, die Zuschauer auswerten, berühren den Datenschutz. Lassen Sie das vorher prüfen.

So führen Sie Digital Signage ein

  1. Ziel festlegen: Was soll der Bildschirm erreichen, und wie messen Sie das?
  2. Bestand planen: Wie viele Standorte, welche Bildschirmgrößen, welches Netz?
  3. Zwei oder drei Produkte mit dem echten Player testen, die meisten bieten Testzugänge an.
  4. Vorlagen und Zuständigkeiten festlegen.
  5. An einem Standort starten und dann ausrollen.
  6. Player zentral verwalten, damit Updates, Sperren und Störungen keinen Vor-Ort-Einsatz brauchen.

Inhalte, die auf Bildschirmen funktionieren

Digital Signage wird im Vorbeigehen gelesen. Das unterscheidet die Inhalte von einer Website oder einem Plakat.

  • Eine Botschaft je Motiv. Wer in drei Sekunden nichts versteht, schaut weg.
  • Große Schrift: Als grobe Regel sollte Text aus der üblichen Betrachtungsentfernung ohne Anstrengung lesbar sein. Testen Sie das vor Ort.
  • Bewegung gezielt nutzen. Sie zieht Blicke an, zu viel davon stört.
  • Kurze Schleifen: Wer wartet, sollte nicht minutenlang auf die nächste Wiederholung warten müssen.
  • Aktualität: Automatische Daten wie Wetter, Kennzahlen oder Abfahrtszeiten halten Bildschirme lebendig, ohne dass jemand etwas tun muss.
  • Ablaufdaten: Geben Sie jeder Aktion ein Enddatum, damit nichts Veraltetes stehen bleibt.

Kosten realistisch planen

PostenEinmalig oder laufendHinweis
SoftwareMeist laufend pro BildschirmStaffelpreise, Mindestlaufzeit und Zusatzfunktionen prüfen
DisplayEinmaligProfi-Geräte kosten mehr, sind aber für Dauerbetrieb gebaut
PlayerEinmaligEntfällt teils bei Displays mit eingebauter Plattform
Montage und NetzEinmaligStrom und Netzwerk am Standort oft unterschätzt
InhalteLaufendInterner Aufwand oder Agentur
BetriebLaufendÜberwachung, Updates und Vor-Ort-Einsätze bei Störungen

Vergleichen Sie Angebote über drei bis fünf Jahre. Ein günstiger Bildschirm, der häufig ausfällt, ist am Ende teurer, sobald jemand zum Austausch anfahren muss.

Sicherheit im Betrieb

Ein Player steht oft im öffentlichen Raum, läuft lange unbeaufsichtigt und wird selten aktualisiert. Das macht ihn zu einem leichten Ziel, und ein übernommener Bildschirm im Schaufenster ist schnell ein öffentlicher Schaden.

  • Trennen Sie die Geräte vom Firmennetz, am besten in einem eigenen Netzsegment.
  • Sperren Sie das Gerät auf das Abspielprogramm und schalten Sie ungenutzte Anschlüsse ab.
  • Schützen Sie das CMS mit Mehrfaktor-Anmeldung und begrenzen Sie, wer veröffentlichen darf.
  • Halten Sie Betriebssystem und Player-Software aktuell, und tauschen Sie Geräte ohne Updates aus.
  • Vergeben Sie keine Standardpasswörter, auch nicht für die Wartung.

Woran Sie den Erfolg messen

Legen Sie vor dem Start fest, was sich ändern soll, zum Beispiel der Absatz eines beworbenen Produkts, gefühlte Wartezeiten oder weniger Rückfragen am Empfang. Vergleichen Sie dann Filialen mit und ohne Bildschirm oder Zeiträume vor und nach einer Kampagne. Berichte über abgespielte Inhalte zeigen, was tatsächlich lief, aber nicht, ob es gewirkt hat. Kameras mit Zuschaueranalyse sind datenschutzrechtlich heikel und für die meisten Unternehmen nicht nötig.

Verwaltung auf vielen Geräten

trio.so ist keine Digital-Signage-Software und erstellt keine Inhalte. Es hält die Geräte dahinter unter Kontrolle: Über eine Kiosk-Richtlinie sperren Sie Android- und Windows-Geräte, iPads und Macs auf das Abspielprogramm, ob mit einer App oder mehreren, und weisen die Richtlinie allen Geräten einer Gruppe zu. Updates und die Geräteliste laufen in derselben Konsole.

Die Kiosk-Richtlinie in trio.so mit dem Modus für mehrere Apps und einer Vorschau.
In trio.so zeigt eine Kiosk-Richtlinie nur die erlaubten Apps auf dem Gerät.

Weiterführend: Einzel-App-Modus und Digital-Signage-Kioske.

Bereitgestellte Vorlagen

Erforderliche Vorlagen-Toolkit für IT-Administratoren

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Vorlagen-Toolkit

Bildschirme auf das Abspielprogramm sperren

trio.so richtet den Kiosk-Modus auf Android, Windows, iPhone, iPad und Mac aus einer Konsole ein.

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Vorausgehen Sie der Kurve

Jede Organisation heute benötigt eine Lösung, um Zeitaufwandende Aufgaben zu automatisieren und die Sicherheit zu stärken. Ohne die richtigen Werkzeuge verlieren manuelle Prozesse Ressourcen und lassen Lücken in der Schutzschicht. trio.so ist dafür konzipiert, dieses Problem zu lösen, indem wichtige Aufgaben automatisiert, die Sicherheit stärkt und die Einhaltung von Vorschriften gewährleistet.

Lassen Sie sich nicht von Ineffizienzen zurückhalten.

Jede Organisation heute benötigt eine Lösung, um Zeitaufwandende Aufgaben zu automatisieren und die Sicherheit zu stärken. Ohne die richtigen Werkzeuge verlieren manuelle Prozesse Ressourcen und lassen Lücken in der Schutzschicht. trio.so ist dafür konzipiert, dieses Problem zu lösen, indem wichtige Aufgaben automatisiert, die Sicherheit stärkt und die Einhaltung von Vorschriften gewährleistet.

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Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema.

Software, mit der Sie Inhalte auf Bildschirmen zentral planen und ausspielen. Sie besteht meist aus einem CMS für Inhalte und Zeitpläne und einem Player am Bildschirm.

Im CMS planen Sie die Inhalte, der Player spielt sie am Bildschirm ab und speichert sie, damit sie auch ohne Verbindung weiterlaufen.

Cloud-Produkte werden meist pro Bildschirm und Monat abgerechnet. Vergleichen Sie Mindestlaufzeiten und was im Preis enthalten ist, und rechnen Sie Player und Displays dazu.

Für kurze Laufzeiten ja. Für viele Stunden am Tag sind Profi-Displays gebaut. Prüfen Sie die Garantiebedingungen, denn Dauerbetrieb ist bei Heimgeräten oft ausgeschlossen.

Sperren Sie das Gerät per Kiosk-Modus auf das Abspielprogramm und verwalten Sie es zentral, damit Einstellungen und andere Apps nicht erreichbar sind.

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