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Fernlöschung mobiler Geräte: wie sie funktioniert und wie Sie vorgehen

Was Fernlöschung ist, wie Sie ein verlorenes Smartphone oder Notebook unter Android, iOS, macOS und Windows löschen, und was Sie vorher einrichten müssen.

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Geschrieben von
Atena Ladchartabi

Content-Autorin, trio.so

Veröffentlicht am
Geändert am

Fernlöschung (Remote Wipe) ist ein Befehl, der über das Internet ein Smartphone, Tablet oder Notebook löscht, an das Sie nicht herankommen, damit ein verlorenes oder gestohlenes Gerät keine Daten preisgibt. Eine vollständige Löschung setzt das ganze Gerät auf die Werkseinstellungen zurück. Eine selektive Löschung entfernt nur die Apps und Daten des Unternehmens und lässt private Inhalte unberührt. Sie senden den Befehl für Firmengeräte aus einem Werkzeug zur Geräteverwaltung (MDM) und für eigene Geräte über „Mein Gerät finden“ (Android) oder „Wo ist?“ (iPhone, iPad und Mac). Das Gerät muss registriert oder angemeldet gewesen sein, bevor es verschwand, und es löscht sich, sobald es das nächste Mal online ist. Erst sperren, dann löschen: Nach der Löschung können Sie ein Gerät meist nicht mehr orten.

Wenn gerade ein Gerät fehlt, sagen Ihnen die Schritte je Plattform unten, was zu tun ist. Wenn Sie die Fernlöschung für einen Gerätebestand einrichten, sind die Checkliste und der Abschnitt zur Auswahl der Software für Sie.

Was ist Fernlöschung?

Fernlöschung, auch Remote Data Wiping genannt, entfernt Daten von einem Gerät, ohne dass jemand es in der Hand hat. Eine Administratorin, ein Administrator oder die Person, der das Gerät gehört, sendet den Befehl aus einer Webkonsole oder von einem anderen Gerät. Das Gerät empfängt ihn über das Internet und löscht sich selbst. Genutzt wird das bei verlorenen und gestohlenen Geräten, bei Geräten, die jemand nach dem Ausscheiden nicht zurückgibt, und um Geräte vor der Weitergabe oder Ausmusterung zu bereinigen.

So funktioniert Fernlöschung

Jede Fernlöschung hat drei Teile: ein Gerät, das bereits mit einem Verwaltungsdienst verbunden ist (einem MDM oder dem Apple- oder Google-Konto der Person), einen Befehl aus diesem Dienst und das Gerät, das den Befehl ausführt, sobald es sich das nächste Mal verbindet.

  • Das Gerät muss eingeschaltet und online sein, um den Befehl zu empfangen. Ist es aus, im Flugmodus oder ohne Netz, wartet der Befehl und läuft, sobald es sich wieder verbindet.
  • Auf aktuellen Smartphones und Notebooks ist der Speicher verschlüsselt, also funktioniert eine Löschung, indem die Schlüssel vernichtet werden. Die Daten auf dem Chip werden dadurch unlesbar, deshalb dauert eine Löschung Sekunden statt Stunden.
  • Nach einer vollständigen Löschung startet das Gerät wieder mit dem Einrichtungsbildschirm. Firmengeräte, die automatisch über Apple Business oder Android Zero-Touch registriert werden, melden sich bei der Einrichtung wieder an.

Warum Fernlöschung wichtig ist

Ein verlorenes Smartphone oder Notebook kann Firmen-E-Mails, Dateien, gespeicherte Passwörter und Kundendaten enthalten. Verschlüsselung und Bildschirmsperre schützen das Gerät, solange es gesperrt ist, aber eine Löschung beendet das Risiko endgültig. Auch für den Datenschutz zählt das: Verschwindet ein Gerät mit personenbezogenen Daten, gehört der Nachweis, dass es verschlüsselt war und gelöscht wurde, zur Bewertung, ob nach der DSGVO eine meldepflichtige Datenpanne vorliegt. Weil viele Beschäftigte zu Hause, im Zug oder im Café arbeiten, gehen öfter Geräte verloren, und die Fernlöschung gehört in jedes Gerätekonzept.

Vollständige und selektive Löschung

Vollständige LöschungSelektive Löschung
Was gelöscht wirdAlles: Apps, Daten, Konten und EinstellungenNur Apps, Konten und Daten des Unternehmens
Private DatenGelöschtBleiben erhalten
Typischer EinsatzFirmeneigene Geräte, die verloren, gestohlen oder neu vergeben werdenPrivate Geräte, die beruflich genutzt werden (BYOD), und Ausscheidende, die ihr eigenes Smartphone behalten
Umsetzung auf den PlattformenZurücksetzen auf Werkseinstellungen oder LöschbefehlEntfernen des Android-Arbeitsprofils oder Beenden von Apples Benutzerregistrierung, wodurch der verwaltete Arbeitsbereich entfernt wird

Ein Unternehmen sollte nie das private Smartphone einer beschäftigten Person auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Nutzen Sie auf privaten Geräten die Trennung, die die Plattform bietet: ein Android-Arbeitsprofil oder Apples kontobasierte Benutzerregistrierung (englisch). Beide erlauben dem Unternehmen, nur das zu entfernen, was es selbst aufgespielt hat.

Fernlöschung auf jeder Plattform

Android

Für Ihr eigenes Smartphone öffnen Sie „Mein Gerät finden“ unter google.com/android/find, melden sich mit dem Google-Konto des Geräts an, wählen das Gerät aus und wählen das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen. Firmen-Smartphones löschen Sie aus Ihrem MDM. Auf einem privaten Smartphone mit Arbeitsprofil entfernt derselbe Befehl nur das Arbeitsprofil. Schritt für Schritt: Fernlöschung unter Android.

iPhone und iPad

Für Ihr eigenes Gerät gehen Sie zu icloud.com/find oder öffnen die App „Wo ist?“ auf einem anderen Apple-Gerät, wählen das Gerät aus und wählen „Dieses Gerät löschen“. Die Aktivierungssperre bleibt aktiv, sodass niemand das Gerät ohne Ihren Apple Account neu einrichten kann. Firmen-iPhones und -iPads werden aus dem MDM gelöscht. Schritt für Schritt: iPhone aus der Ferne löschen.

Mac

Für Ihren eigenen Mac nutzen Sie „Wo ist?“ unter icloud.com/find und wählen „Dieses Gerät löschen“. Firmen-Macs werden aus dem MDM gelöscht. Auf Macs mit Apple Silicon oder T2-Chip führt das „Alle Inhalte und Einstellungen löschen“ aus, was schnell geht, weil das Laufwerk verschlüsselt ist. Schritt für Schritt: Fernlöschung auf dem Mac (englisch).

Windows

Die Windows-Funktion „Mein Gerät suchen“ kann einen PC orten und sperren, aber nicht löschen. Firmen-PCs werden aus einem MDM gelöscht, das dafür die Windows-Einstellungen für die Fernlöschung (RemoteWipe) nutzt. Wählen Sie für ein verlorenes oder gestohlenes Notebook die Option, die auch nach einem Stromausfall weiterlöscht. Schritt für Schritt: Fernlöschung unter Windows.

Wann Sie die Fernlöschung einsetzen

  • Ein Gerät ist gestohlen oder verloren, ohne realistische Chance, es zurückzubekommen.
  • Eine beschäftigte Person scheidet aus und gibt ein Firmengerät nicht zurück. Siehe die IT-Offboarding-Checkliste.
  • Ein Gerät ist kompromittiert, und Sie können seinem Inhalt nicht mehr trauen.
  • Ein Firmengerät wird neu vergeben, ausgemustert oder verkauft, und Sie wollen ein sauberes, dokumentiertes Zurücksetzen.
  • Eine beschäftigte Person scheidet aus und behält ihr eigenes Smartphone: Entfernen Sie nur das Arbeitsprofil oder den verwalteten Arbeitsbereich.

Erst sperren, dann löschen

Eine Sperre lässt sich aufheben, eine Löschung nicht. Wenn ein Gerät gerade verschwunden ist, orten und sperren Sie es und zeigen, wo die Plattform das erlaubt, eine Nachricht mit einer Telefonnummer auf dem Bildschirm an. Löschen Sie, wenn es eindeutig gestohlen ist, sensible Daten enthält oder nach ein bis zwei Tagen nicht wieder aufgetaucht ist. Nach der Löschung lassen sich die meisten Geräte nicht mehr orten. Wie Sie auf jeder Plattform sperren, erklärt ein Gerät aus der Ferne sperren, mit Anleitungen für Android und iPhone.

Was die Fernlöschung nicht abdeckt

  • Geräte, die offline bleiben: Ein Gerät, das sich nie wieder verbindet, empfängt den Befehl nie. Dann schützen es Verschlüsselung und Bildschirmsperre.
  • Speicherkarten: Eine SD-Karte in einem Android-Smartphone wird womöglich nicht gelöscht.
  • Kopien in der Cloud: E-Mails, Dateien und Fotos, die mit Clouddiensten synchronisiert sind, bleiben dort. Beenden Sie die Sitzungen der Person und sichern Sie diese Konten getrennt.
  • Bereits gemachte Kopien: Eine Löschung macht Daten, die vorher vom Gerät kopiert wurden, nicht rückgängig.
  • Geräte, die nie registriert waren: War ein Gerät nicht in Ihrem MDM oder war „Wo ist?“ oder „Mein Gerät finden“ aus, gibt es keinen Weg, den Befehl zu senden.

Eine vollständige Festplattenverschlüsselung und ein Code auf jedem Gerät sind deshalb genauso wichtig wie die Löschung.

Checkliste für eine Richtlinie zur Fernlöschung

  • Jedes Firmengerät ist in der Geräteverwaltung registriert, bevor es ausgegeben wird.
  • Jedes Gerät ist verschlüsselt und hat eine Bildschirmsperre.
  • Private Geräte werden mit Arbeitsprofil oder Benutzerregistrierung eingebunden, nie als vollständig verwaltet.
  • Die Beschäftigten wissen, dass sie ein verlorenes Gerät sofort melden sollen und dass ein privates Gerät nicht vollständig gelöscht wird.
  • Eine benannte Person entscheidet, wann gelöscht wird, und die Schritte sind aufgeschrieben: orten, sperren, löschen.
  • Die Konten werden gleichzeitig gesichert: Passwort zurücksetzen und Sitzungen beenden.
  • Jede Löschung wird festgehalten: welches Gerät, wer sie veranlasst hat, wann der Befehl gesendet und wann er bestätigt wurde.

Worauf Sie bei Software für die Fernlöschung achten sollten

  • Alle Plattformen, die Sie nutzen: Android, iPhone und iPad, Mac und Windows an einer Stelle.
  • Vollständige und selektive Löschung, damit Firmen- und Privatgeräte jeweils richtig behandelt werden.
  • Orten und Sperren zusätzlich zum Löschen, damit Sie zuerst versuchen können, ein Gerät zurückzubekommen.
  • Bestätigung und Protokoll: wann der Befehl gesendet und wann er ausgeführt wurde.
  • Erneute Registrierung nach dem Zurücksetzen über Apple Business oder Zero-Touch, damit ein gelöschtes Firmengerät wieder verwaltet zurückkommt.
  • Kontrolle über Admin-Rechte: wer löschen darf, mit Anmeldung über mehrere Faktoren und einem Prüfprotokoll.

Bewährte Vorgehensweisen bei der Fernlöschung

  • Testen Sie eine Löschung an einem Ersatzgerät jedes Modells, das Sie nutzen, bevor Sie sie brauchen.
  • Halten Sie Daten in der Cloud, damit ein gelöschtes Gerät nichts Wichtiges verliert.
  • Bewahren Sie Wiederherstellungsschlüssel und Umgehungscodes für die Aktivierungssperre von Firmengeräten zentral auf.
  • Geben Sie gelöschte Firmengeräte in Apple Business oder Ihrem Zero-Touch-Portal korrekt frei oder weisen Sie sie neu zu.
  • Erklären Sie die Richtlinie den Beschäftigten, damit niemand ein verlorenes Gerät aus Sorge um private Daten verschweigt.

Verwaltung auf vielen Geräten

Wenn ein Gerät verschwindet, muss die IT handeln können, ohne auf jemanden zu warten. trio.so löscht firmeneigene Android-Smartphones, iPhones, iPads, Macs und Windows-PCs aus einer Konsole und zeigt, wo sich jedes Gerät zuletzt gemeldet hat, damit Sie es suchen können, bevor Sie es löschen. Siehe Fernbefehle.

Ein Android-Gerät in trio.so mit dem Reiter Standort und dem geöffneten Aktionsmenü mit Gerät löschen.
In trio.so steht „Gerät löschen“ neben dem zuletzt gemeldeten Standort des Geräts.

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Verlorene Firmengeräte aus einer Konsole löschen

trio.so löscht firmeneigene Smartphones, Tablets und Computer, die nicht zurückkommen, und zeigt, wo sich jedes zuletzt gemeldet hat.

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Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema.

Ein Befehl, der über das Internet ein Gerät löscht, an das Sie nicht herankommen, entweder vollständig oder nur die Apps und Daten des Unternehmens (selektive Löschung).

Ihr eigenes Android-Smartphone setzen Sie über „Mein Gerät finden“ unter google.com/android/find zurück, Ihr eigenes iPhone mit „Dieses Gerät löschen“ in „Wo ist?“ unter icloud.com/find. Firmen-Smartphones werden aus dem MDM des Unternehmens gelöscht.

Nein. Das Smartphone braucht Strom und eine Verbindung, um den Befehl zu empfangen. Er läuft, sobald es wieder online ist, bis dahin schützen Verschlüsselung und Bildschirmsperre die Daten.

Eine vollständige Löschung setzt das ganze Gerät zurück und löscht alles. Eine selektive Löschung entfernt nur Apps, Konten und Daten des Unternehmens und ist die richtige Wahl für das eigene Gerät einer beschäftigten Person.

Eine, die alle Ihre Plattformen abdeckt, vollständige und selektive Löschung bietet, Geräte auch orten und sperren kann, jeden Befehl mit Ergebnis protokolliert und begrenzt, wer löschen darf.

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